Warum die Hummeln sterben

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© Holger Gröschl
05.01.2011

Amerikanische Wissenschaftler untersuchen das alarmierende Hummelsterben der letzten Jahre. Vier Arten der für die Natur so wichtigen Insekten sind um bis zu 96 Prozent zurückgegangen.

Hummeln sind für die Bestäubung von wild wachsenden Pflanzen und landwirtschaftlichen Kulturen weltweit von entscheidender Bedeutung. Beobachtungen haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die Populationen mehrerer nordamerikanischer Arten ständig zurückgehen. Wissenschaftler der University of Illinois haben jetzt die historische und derzeitige Verbreitung von acht Arten untersucht.

Das Team um Sydney A. Cameron wies nach, dass vier Arten um bis zu 96 Prozent zurückgegangen sind. Ihre geografische Verbreitung ist teilweise in den letzten 20 Jahren zwischen 23 und 87 Prozent geringer geworden. Details der Studie wurden in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

Infektionen ursächlich

Die Wissenschaftler untersuchten die veränderte Verteilung, die genetische Struktur der Populationen sowie die Infektion mit Pathogenen. Dafür wurde eine Datenbank mit 73.000 historischen Aufzeichnungen und 16.000 aktuellen Einzelproben aus dem ganzen Land erstellt.

Die sinkenden Populationen weisen deutlich häufiger Infektionen mit Nosema bombi und eine geringere genetische Diversität auf. Beide Faktoren werden daher von den Wissenschaftlern als Hinweise auf mögliche Ursachen dieses alarmierenden Hummelsterbens angesehen. Genaue Aussagen über Ursachen und Auswirkungen sind laut den Wissenschaftlern derzeit noch nicht möglich. Das Phänomen ist laut Cameron jedoch auch in Europa und Asien zu beobachten.

(pte/pb)

6
Kommentare insgesamt

Professor A.
05.01.2011 12:30
Gast

Da V.
05.01.2011 15:07
Gast
fetzt ^^

A E.
05.01.2011 17:06
reg. Mitglied
Das erinnert mich an ein Zitat von Albert Einstein:

Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“


Und ja, die Hummel is auch ne Biene

Falkon M.
06.01.2011 00:44
Gast
Dieser Kommentar ist perfekt gesetzt, singularis. Ich hoffe Albert hat Unrecht...

Gino R.
06.01.2011 01:34
Gast
die kommen durch. wenn wir sogar menschen "herstellen" können, schaffen wir es mit den hummeln und anderen fleißigen helfern erst recht. hat hummelsorte x weniger zu sammeln/fressen, kann hummelsorte y sich desto besser vermehren und verbreiten auch im letzten sommer hingen viele kirschen und andere früchte an den bäumen ansonsten einfach ein paar insektenfeinde entschärfen :p

Thoms R.
01.03.2012 07:47
Gast
uaha,die Hummel ist mal ein Insekt das man gerne in der Nähe hat und statdessen hatten wir Hornissen und Vespenüberschuss (vorallem) in den letzten beiden Sommern...
Und gegen dessen Stiche bin ich sehr allergisch
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