Kängurus in M-V

City- & Szenenews

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© Benjamint
24.11.2010

Ungewöhnliche Tiere in Mecklenburg-Vorpommern: Hier kann man in freier Natur auf Kängurus treffen. Oder auf den aus Südamerika stammenden Nandu, einen Straußenvogel. Weitere "Fremdlinge" machen MVs Landschaften unsicher. Stellen sie auch eine Bedrohung für die heimische Tierwelt dar?

2001 wurde in den Tierpark Burg Stargard nahe Neubrandenburg eingebrochen. Dabei entwichen einige Bennett-Kängurus in die Freiheit. Drei von ihnen konnten nicht wieder eingefangen werden, siedelten sich in freier Natur an und vermehren sich noch heute. Nicht einmal der letzte strenge Winter konnte ihnen etwas anhaben.

Bereitts ein Jahr zuvor flüchteten einige Nandus aus einer Freilandhaltung in Schleswig-Holstein nahe der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern und siedelten sich im Landkreis Nordwestmecklenburg an. Der Verwandte des Vogel Strauß ist der größte Vogel der Neuen Welt, erreicht eine Scheitelhöhe von bis zu 1,40 Metern und kann bis zu 25 Kilogramm schwer werden. Und er kommt offenbar gut in unserem Land zurecht. Laut Wikipedia wurden im August 2009 bereits etwa 80 Tiere gezählt.

Ein räuberisches Trio

Während bei diesen exotischen Neubewohnern noch nicht abzusehen ist, ob sie eine Gefahr für die heimische Tierwelt darstellen, sorgen sich vor allem Vogelschützer laut ndr.de um das Trio zugewanderter Allesfresser, die auch als Nesträuber bekannt sind und deren Bestand im Norden inzwischen als nicht mehr kontrollierbar gilt. Es sind der Marderhund, der Waschbär und der Mink.

Der Enok oder Marderhund stammt ursprünglich aus Sibirien und wurde in den 60er-Jahren erstmals in Deutschland gesichtet. Inzwischen treibt sich das scheue Tier zu Tausenden in norddeutschen Wäldern herum. Der nordamerikanische Waschbär zeigt eine enorme Anpassungsfähigkeit und hat Norddeutschland sozusagen im Sturm erobert. Der Europäische Nerz ist in Deutschland ausgestorben. Stattdessen fühlt sich sein amreikanischer Verwandter, der Mink, hier offenbar sehr wohl. Der Marder stammt aus den Beständen von Pelztierfarmen.

Die Berdohung geht von anderen aus

Während Umweltschützer alarmiert sind, bezweifeln manche Zoologen die Bedrohung durch die eingewanderten Arten. Professor Ragnar Kinzelbach von der Universität Rostock sagt, es habe bisher noch kein fremder Gast ein heimisches Tier ausgerottet. "Freilaufende Hauskatzen dagegen richten allein in der Vogelwelt viel größere Schäden an."

Wie MVregio berichtet, ist das ungebremste Artensterben in Mecklenburg-Vorpommern vielmehr auf fehlende Schutzmaßnahmen durch den Menschen, fortwährende Eingriffe in Brutreviere, Einschränkung der Lebensräume und unökologische Landwirtschaft zurückzuführen.

Wer sich über weitere eingewanderte Exoten wie die Nilgans, das Mufflon oder den Halsbandsittich informieren will, der sollte sich die Diashow zum Artikel von ndr.de ansehen.

(pb)

11
Kommentare insgesamt

P Z
24.11.2010 13:06
reg. Mitglied
Also ich find das cool und es zeigt mal wieder, wie sich zum einen das Klima ändert und vor allem, sich die tiere an ihre Umgebung anpassen können. Jetzt wo ich das weis, werde ich meine Augen auf jeden fall nach den tierischen Einwanderern aufhalten ^^

John L.
24.11.2010 13:13
Gast
mein gott kängurus in mv ...was kommt danach..gesundes essen bei mcdonalds O,o

Skip !.
24.11.2010 15:01
Gast
Huhuhuhu ... Klimaveränderung. Weil im Tierparkfreigehege meist ein anderes Klima herrscht, als 10 cm hinterm Zaun. Jepp.
Viel interessanter ist es, daß die Viecher Futter finden UND ich möchte die Augen des Sachbearbeiters meiner KfZ Versicherung sehen, wenn ich einen Teilkaskoschaden mit einem Känguru melde

Aussi
24.11.2010 15:50
reg. Mitglied
Gefährliches Halbwissen führt immer wieder zu unsinnigen Kommentaren von Leuten,die sich gern selbst darstellen und zu jedem und alles meinen,es besonders genau einschätzen zu können,was richtig und was falsch ist.
Einen schönen Gruß an diese Leute mit der Bitte,schiebt euren A... nach Australien und macht euch selbst ein Bild,wo und wie Känguru´s leben und welche klimatischen Bedingungen man in Australien vorfindet.
Weiterhin kann man über das Internet sich darüber informieren,wo diese Tiere selbst heute in der freien Natur zuhause sind,ohne Schaden anzurichten.
Selbst in Deutschland gab es wildlebende Tiere dieser Art schon einmal und sie kamen prächtig zurecht,bis sogenannte "Jäger" sie abschossen,weil sie zu blöd waren,ein Känguru von einem Hasen zu unterscheiden.

Beste Grüße,...meinen Skippy´s geht es gut bei mir.
...und das schon seit Jahren.

Nicklass
24.11.2010 16:17
Gast
und was genau wolltest du der allgemeinheit nun sagen?
wer war denn mit dem gefährlichen halbwissen gemeint?

wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, können kängurus bestens in deutschland in der freien wildbahn leben.

Professor A.
24.11.2010 16:35
Gast
Hier kann man in freier Natur auf Kängurus treffen.

Kaum zu glauben, hier laufen auch in jedem Stadtteil Affen auf der Straße herum

P Z
24.11.2010 16:56
reg. Mitglied
Oh ja, Affen gibts hier auch genug ^^ Ich frage mich nur, wie sie es vom Baum runter geschafft haben ^^

Skip !.
24.11.2010 16:56
Gast
Känguru Dundee hat mein Huhuhu - Klimaveränderung wohl falsch interpretiert. Dieses bezog sich eindeutig auf den Erstpost, gerade WEIL die Beutelträger nach Jahren immer noch fidel in der freien Natur rund um NB (Burg Stargard) leben.

  ?.
24.11.2010 18:03
Gast
kommt doch blos wieder jemand auf die idee die zu fangen und zu essen,,,

Meerjungfrau M.
24.11.2010 19:17
Gast
die kann man nicht essen,die sind aus gummi.....
11
Kommentare insgesamt
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