35 tote Rinder vergraben

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© hunta
16.05.2011

Auf einem Bauernhof in Damm bei Parchim fand die Polizei eine Grube, in der 35 Rinderkadaver vergraben worden waren. Die skandalösen Zustände auf dem Hof waren schon länger bekannt. Der Landwirt sitzt bereits wegen Körperverletzung im Gefängnis.

Ein Bauernhof in Damm bei Parchim. Im Dorf spricht man bereits seit Jahren über die schlimmen Verhältnisse auf dem Hof. "Dass da nicht alles koscher ist, das haben wir gewusst", erklärt Bürgermeister Werner Grandt Welt Online zufolge. "Schon bei der letzten Kontrolle hatten wohl 20 Tiere gefehlt", weiß er zu berichten. Die Hofbetreiber haben die Tiere als gestohlen gemeldet.

Doch inzwischen weiß man mehr. Nach einem anonymen Hinweis schaltet das Kreisveterinäramt die Staatsanwaltschaft ein. Am vergangenen Donnerstag wird der Hof durchsucht. Die Polizei findet 35 tote Kühe und Kälber in einer Grube. Die zum Teil verwesten Tiere sind offenbar über einen längeren Zeitraum hinweg dort vergraben worden. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Betreiber, eine Tochter des Hofbesitzers und ihren Lebensgefährten, wegen Verstoßes gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz.

Familienstreit die Ursache?

Ermittelt werden muss nun, auf welche Weise die Tiere zu Tode gekommen sind. "Noch schlimmer als das illegale Vergraben wäre allerdings, wenn die Tiere verhungert wären", sagt Stephan Hagemann, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Untersucht werden muss außerdem, ob Boden und Grundwasser durch die Kadaver kontaminiert wurden.

Die aus Holland stammende Familie war den Behörden schon öfter aufgefallen. Laut Hagemann seien verschiedene Familienmitglieder den Ermittlungsbehörden seit längerem bekannt. Die Trennung der Eltern schließlich habe einen tiefen Riss auch zwischen den Kindern verursacht, die teilweise zum Vater, teilweise zur Mutter stünden, wie Bürgermeister Grandt zu berichten weiß.

Hofbetreiber bereits in Haft

Eben diese Streitigkeiten führten auch zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, die der Familienvater derzeit absitzt. Er hatte versucht, mit dem Traktor ein Gebäude auf dem Hof seiner Tochter im Nachbarort niederzureißen, als dort eine Feier stattfand.

Der Bürgermeister glaubt, dass die fast erwachsenen Kinder, die meist nach den Anweisungen des inhaftierten Vaters gehandelt hätten, mit dem Hof überfordert gewesen seien.

(pb)

6
Kommentare insgesamt

Das M.
16.05.2011 11:10
Gast
Das is nen witz! in den 70igern bei der riesen Schweine pest wurden die Toten Tiere ,LKW-weise einfach verbuddelt.das interressiert heute keinen Menschen mehr.das waren Löcher wie Baggerseen.

  ?.
16.05.2011 15:27
Gast
Wow, 35 tote Kühe und Kälber, Skandal!
Fresst ihr ma lieber eure Kalbsleberwurst und Bic macs.

LBCCaleb
17.05.2011 07:08
reg. Mitglied
Was stellt ihr euch so an seid doch lieber froh, dass die Rinder nicht verpackt bei ALDI gelandet sind.... xD

Chris S.
17.05.2011 22:33
reg. Mitglied
Es geht wohl eher darum das die Tierkörperbeseitungsanlagenbetreiber (Was für ein Wort)... Sich nichts von den 3,47€ abschneiden konnten..... Ihr armen....

Joachim S.
07.06.2011 16:44
reg. Mitglied
zu DDR zeiten wurden schweine ohne ende vergraben-eine sauerei damals wie heute

  ?.
09.06.2011 19:34
Gast
nich das vergraben ist die sauerei... das Abschlachten und züchten sind wohl eher die Hauptprobleme...
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