Eine Ikone nimmt Abschied

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© Flickr.com, Alan Light
24.03.2011

So strahlend wie ihre Karriere war, so unglücklich war ihr Privatleben. Zwei Oscars, acht Ehen. Nun starb Liz Taylor, die "schönste Schauspielerin der Welt", im Alter von 79 Jahren in Los Angeles.

Die Welt blickt zurück auf eine unvergleichliche Karriere, ebenso wie auf die unvergleichliche Frau, die diese erlebte. Elizabeth Rosemond Taylor wurde am 27. Februar 1932 in Hampstead, London geboren - und Hollywood ließ nicht lange auf sich warten. Mit zehn Jahren spielte "Liz" ihre erste Nebenrolle. "Kleines Mädchen, großes Herz" war schließlich der Film, der ihr im Jahr 1944 den Durchbruch ermöglichte. Ihr Leben begann gewissermaßen am Filmset - bezeichnend dafür, wie schnell Taylor erwachsen wurde. Mit 18 Jahren heiratete sie den Hotelerben Nicky Hilton; 203 Tage später ließ sich das zerstrittene Paar scheiden.

Ebenso schnell wuchs ihr Selbstbewusstsein. "Elizabeth hatte die Figur einer Göttin - oder zumindest die Fähigkeit und die Erfahrung, jeden davon zu überzeugen, dass ihre Attribute göttlich sind", erzählt ihr Biograph William J. Mann laut dem Hamburger Abendblatt in seinem Buch, das im letzten Jahr erschien. Nicht umsonst galt Taylor als "schönste Schauspielerin der Welt". Dahingehend ließ Gatte Nummer zwei nicht lang auf sich warten: Im Jahr 1952 heiratete sie den britischen Kollegen Michael Wilding. Ihm schenkte sie zwei Kinder. Vier Jahre später folgte eine erneute Scheidung, ehe Michael Todd bald darauf der dritte Ehemann an der Seite der Frau wurde, die in den nächsten Jahren den Gipfel ihrer Karriere erklimmen sollte. Doch das berufliche Glück wurde durch das private Unglück getrübt: Im Jahr nach der Hochzeit starb Ehemann Todd bei einem Flugzeugabsturz. Dessen bester Freund, Sänger Eddie Fisher, stand der Ikone zur Seite; ebenso wie dessen Frau, die während der Beerdigung Taylors Kinder hütete. Umso erschreckender war bald darauf die Meldung, dass Taylor und Fisher eine Affäre hatten - und 1959 heirateten.

Zwischen höchster Auszeichnung und Trauer

1961 erhielt Taylor ihren ersten Oscar - für "Telefon Butterfield 8". Doch damit nicht genug: Der Streifen "Cleopatra" machte sie 1963 zur bestbezahltesten Schauspielerin der Welt. Während der Dreharbeiten zu diesem Erfolg verliebte sich Tyler in Richard Burton. Auch dieser verließ seine Frau für Tyler: Ehe Nummer fünf. 1967 zierte ein weiterer Oscar dank des Filmes "Wer hat Angst vor Virginia Wolf?" Taylors Regale. Während dieser Dreharbeiten jedoch ging auch die Ehe mit Burton in die Brüche. Bis 1974 blieben sie ein Ehepaar - um sich scheiden zu lassen, erneut zu heiraten und 1976 wieder die Scheidung einzureichen.

Taylor litt daraufhin unter Alkoholproblemen - und ihre Karriere ging bergab. Oftmals wurde sie fortan in der Betty Ford-Suchtklinik behandelt. Ihre siebte Ehe, die sie mit US-Senator John Warner führte, gelang nicht; zu Beginn der 90er Jahre wagte Taylor die achte Ehe mit Bauarbeiter Larry Fortensky, die jedoch ebenso scheiterte. Schließlich wurde es still um die Diva. 1997 wurde ihr ein Gehirntumor entfernt; ihr Herzleiden aber verstärkte sich. Die öffentlichen Auftritte nahmen ab, Taylor machte sich stattdessen im Kampf gegen Aids stark. Ihr letzter öffentlicher Auftritt: Die Be-
erdigung Michael Jacksons 2009. Im Februar diesen Jahres wurde sie ins Krankenhaus in L.A. gebracht, wo sie am Mittwoch im Kreise ihrer Kinder starb.

(nm)
3
Kommentare insgesamt

Dorie Z.
24.03.2011 18:37
reg. Mitglied
sehr sehr schade und traurig.............mein lieblingfilm , besser serie , ist fackeln im sturm...........

möge sie in ruhe in ewigkeit ruhen..........

Birgit B.
25.03.2011 08:55
reg. Mitglied
sehr traurig mochte gern sehen

Rene Von Deutschland
26.03.2011 07:29
reg. Mitglied
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